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Woher bekommt man eine Katze?
Es gibt grundsätzlich folgende Möglichkeiten, eine Katze zu bekommen:
Von Verwandten und Bekannten
Bei einem intakten Vertrauensverhältnis werden Sie ehrlich über das Tier informiert und können zusammen mit dem bisherigen Halter abwägen, ob das Tier für Sie geeignet ist.
Von Fremden per Zeitungsannonce
Hier ist Vorsicht geboten. Warum wird das Tier abgegeben? Unseriöse und unkompentente Katzenvermehrer nutzen insbesondere die Tageszeitungen, um ihren Nachwuchs “an den Mann zu bringen”.
Am Besten gehen Sie so vor, wie unter Punkt 4 beschrieben.
Von Fremden durch Internetauftritt Das neue Medium Internet bietet nicht nur den Verkäufern von Katzen eine sehr
gute Möglichkeit, ihre Tiere zu präsentieren, sondern auch den Käufern, sich über den “Katzenmarkt” und die verschiedenen Züchter zu informieren. An der Art des Internetauftritts des Züchters kann man Rückschlüsse
auf dessen Zuchtmethoden und Ziele schließen. Leider versuchen einige schwarze Schafe die Interessenten zu täuschen, indem sie ihre Massen- zucht als kleine, liebevolle Hobbyzucht tarnen.
So erkennen Sie die schwarzen Schafe: Die Internetseite wird möglichst neutral und speziell für die Suchmaschinen gestaltet. Die Zuchttiere, auf die ein Züchter normalerweise stolz ist,
werden nicht persönlich vorgestellt. Ebenso fehlt eine Präsentation früherer und aktueller Würfe, damit man nicht verfolgen kann, wieviele Katzen zur Zucht eingesetzt werden und wie oft eine Katze Nachwuchs bekommt.
Häufig werden die Rassen, die in einem Haushalt gezüchtet werden, auf separaten, nicht miteinander verknüpten Internetseiten präsentiert. Die Tarnung fällt jedoch weg, wenn man in einer Suchmaschine wie zum
Beispiel “Google “ als Suchbegriff den Namen des Züchters und das Stichwort Katzen eingibt. Manchmal ist man überrascht, wieviele Rassen unter verschiedenen Zwingernamen in einem Haushalt gezüchtet werden.
Lesen Sie bitten auch die Infos im nächsten Kapitel!
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Züchter
Rassekatzen und deren Babies erhalten Sie fast nur von Züchtern. Kontakt- und Informationsmöglichkeiten bieten: Ausstellungen, Fachzeitschriften, Internet. Grundsätzlich sollte man nicht die erstbeste Katze der
gewünschten Rasse nehmen. Da die Qualität der Züchter und deren Tiere sehr unterschiedlich ist, nimmt man zunächst Kontakt zu mehreren Züchtern auf und prüft, welcher den besten Eindruck macht. Machen Sie sich
vorher eine Frageliste. Lassen Sie den Züchter ruhig ausführlich über sich und seine Zucht erzählen. Versuchen Sie zwischen den Worten zu lesen. Was erzählt er und worauf legt er besonderen Wert? Welche Einstellung
hat er zu seinen Zöglingen und welchen Stellenwert haben sie für ihn?
Wer ständig nur von den Erfolgen seine Katzen erzählt, ist wahrscheinlich ein Pokalsammler und leidet unter Profilierungssucht. Von ihm kann man wahrscheinlich ein Tier erwerben, daß dem Rassestandard sehr nahe
kommt. Dies ist i.d.R. nur interessant, wenn Sie vorhaben, mit dem Neuerwerb zu züchten.
Liebhaber legen dagegen wert auf Gesundheit und Menschenbezogenheit. Fragen Sie nach Stammbaum und Impfpaß. Wer ohne Stammbaum züchtet will sich häufig den Zuchtrichtlinien der Vereine, die in vielen Punkten sehr
ähnlich sind, entziehen. Ein Impfpaß darf auf keinen Fall fehlen. Katzenbabies werden zweimal gegen Schnupfen und Seuche geimpft. Wenn ein Baby vor der 12. Lebenswoche, ungeimpft oder nur einmal geimpft abgegeben
werden soll, ist dies ein absoluter k.o.-Faktor. Kein seriöser Züchter macht das!
Wenn ein langjähriger Züchter keine Kastraten hat, also die für die Zucht zu alten Tiere nicht behält, hat er
offensichtlich kein persönliches Verhältnis zu seinen Tieren.
Auf Ausstellungen kann man den Leuten sehr gut auf die Finger schauen: wird mit einem schick dekorierten Käfig und Hinweisen auf gesammelte Pokale Selbstdarstellung betrieben und die Tiere den ganzen Tag als
Schmuckstücke sich selbst überlassen? Bürstet der Aussteller womöglich jedes Haar an seiner Kleidung einzeln ab? Oder beschäftigt er sich liebevoll mit den gelangweilten oder genervten Vierbeinern? Wie geht er mit
Ihnen um? Kaufen Sie auf keinen Fall auf einer Ausstellung, auch wenn der Andrang am Käfig noch so groß ist. Der Verkauf auf Ausstellungen ist unter Züchtern sehr umstritten. Viele bieten Ihnen jedoch an, Ihren
Favoriten für ein paar Tage unver- bindlich zu reservieren, damit Sie ihn in den nächsten Tagen zu Hause besuchen und sich in Ruhe entscheiden können.
Der nächste Schritt ist der Besuch des Züchters. Jetzt ist es wichtig, daß Sie sich dort genau umschauen, um sich ein präzises Bild von ihm zu machen. Achten Sie besonders auf folgende Punkte:
- Wo und wie werden die Tiere gehalten?
- Können sie sich frei bewegen oder nur in bestimmten Katzenräumen?
- Werden sie aus dem Keller, Spitzboden oder Scheune geholt oder befinden sie sich in der gewohnten Umgebung?
- Werden die Kitten in einem Aufzuchtkäfig gehalten?
- Wenn sich die Tiere mehr für die Wohnungseinrichtung als für Sie interessieren, befinden Sie sich nur in einem "Showroom".
- Die Zimmereinrichtung und deren Zustand gibt klare Schlüsse darüber, welchen Stellenwert die Miezen für den Halter haben. Eine steril wirkende Wohnung sollte Ihnen zu Denken geben. Fehlende Kratzspuren deuten
darauf hin, daß sich die Tiere in diesem Raum selten aufhalten.
- Wie viele Tiere werden von wie vielen Personen betreut?
- Haben die Tiere genug Platz?
- In welchem Zustand befinden sich die Elterntiere und wie verhalten sie sich?
- Wie verhalten sich die Tiere untereinander sowie dem Züchter und Ihnen gegenüber?
- Wie verhält sich Ihr Favorit? Wie reagiert er auf Sie?
- Wie ist der Hygienische Zustand von Futterschale und Toilette?
- Wie wird der Deckkater gehalten? Wird er allein gehalten oder hat er Kontakt zu den übrigen Katzen?
Massenvermehrer verstehen es oft sehr geschickt, die Besucher zu täuschen. Es werden nur ausgesuchte
Katzen einer Rasse präsentiert, die selbstverständlich nur selten Nachwuchs bekommen, der mit viel Zuwendung aufgezogen wird. Machen Sie bitte vor Ihrem Besuch den Internettest!
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Tierheim Die Adressen und Tel.-Nrn. von den Tierheimen der Umgebung finden Sie im Telefonbuch oder im Verzeichnis Tierheime. In den
Heimen finden Sie eine große Zahl von jungen und alten Tieren - meist Hauskatzen. Die oft ehrenamtlich tätigen Betreuer können Ihnen Auskunft über die Besonderheiten der jeweiligen Heimbewohner geben und Ihnen
somit bei der Auswahl helfen. Die Katzen werden tierärztlich betreut und geimpft. Man wird Ihnen nicht arglistig einen "Problemfall" aufdrängen. Die Gründe, warum ein Tier dort abgegeben wird,
sind vielfältig. Leider haben einige Tier eine böse Vorgeschichte und fordern von ihrem neuen Halter sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Die Abnahme eines Heimtieres ist auf jeden Fall eine gute Tat, denn
insbesondere in den Sommermonaten sind die Heime überfüllt.
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